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«Geh und lebe»: Radu Mihaileanus bewegendes Drama

03.04.2006 10:56

Hamburg (dpa) - Ein weithin unbekanntes Kapitel jüdischer Geschichte greift der rumänische Regisseur Radu Mihaileanu in dem Drama um den kleinen Schlomo (Moshe Agazai) auf: Die «Operation Moses», mit der der israelische Geheimdienst Mitte der 80er Jahre tausende äthiopischer Juden nach Israel ausfliegen ließ.

«Geh und lebe»: Radu Mihaileanus bewegendes Drama
Schlomo (Mosche Abebe) betet als Jugendlicher in einer Synagoge.

Als in einem sudanesischen Flüchtlingslager der kleine Sohn einer Jüdin stirbt, schickt eine Christin ihren farbigen Jungen an dessen Stelle mit dem Transport nach Israel, damit er überlebt. Der Junge bekommt einen jüdischen Namen zugewiesen und heißt von nun an Schlomo. Als seine vermeintliche Mutter stirbt, wird er adoptiert.

Seine neue Familie kümmert sich liebevoll um ihn, doch wegen seiner Hautfarbe bleibt er ausgegrenzt; sowohl seine Mitschüler als auch deren Eltern isolieren ihn. Schlomo muss für sich behalten, dass er eigentlich ein Christ ist, wenn er nicht ausgewiesen werden will. Als Erwachsener (Sirak M. Sabahat) versucht Schlomo, seine leibliche Mutter zu finden.

(Va, vis et deviens, Frankreich/Israel 2005, 144 Min., von Radu Mihaileanu, mit Moshe Agazai, Mosche Abebe, Sirak M. Sabahat, Yaël Abecassis, Roschdy Zem).



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