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(06.02.2012)

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«Henri 4»: Jo Baier verfilmt Heinrich Manns Roman

01.03.2010 11:46

Hamburg - Heinrich Manns zweiteiligen Roman über den französischen König Henry IV. (1553-1610) zu verfilmen, ist ein ehrgeiziges Projekt, an das sich jetzt der eigenwillige Regisseur Jo Baier («Schwabenkinder») nach sieben Jahren Vorbereitung gewagt hat.

«Henri 4»: Jo Baier verfilmt Heinrich Manns Roman
Julien Boisselier und Chloé Stefani stellen «Henri 4» auf der Berlinale vor.

Laut Baier darf «kein Kostümschinken über einen französischen König der Renaissance» erwartet werden, sondern eine Parabel über Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten. Nicht zufällig hatte Mann sein größtes Werk als literarisches Fanal gegen die Nazi-Herrschaft in Deutschland verfasst.

Frankreich 1563: Es herrscht Krieg zwischen Protestanten und Katholiken. Henri (Julien Boisselier, «Keine Sorge, mir geht's gut»), der zunächst gegen die katholische Kirche kämpft, bekommt als Versöhnungsgeste von seiner Rivalin Katharina de Medici (Hannelore Hoger, «Bella Block») die Hand ihrer Tochter angeboten. Doch die Hochzeit endet in einem Blutbad. Nachdem er im Louvre fast wie ein Gefangener gehalten wurde, wechselt Henri fünf Mal die Konfession und setzt sich für Menschlichkeit ein. Mit der Zeit, auf dem Weg zum Thron reift er zu einem Monarchen, der als erster humanistischer Regent in die Geschichte eingehen wird.



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