(06.02.2012)
01.03.2009 14:50
Hamburg - In stiller, poetischer Weise erzählt die Regie führende Französin Claire Denis von einer innigen Vater-Tochter- Beziehung inmitten der kreolischen Gemeinde in einem Vorort von Paris.
Dem aus Guadeloupe stammenden Lokführer Lionel (Alex Descas) ist klar, dass seine mittlerweile erwachsene Tochter Joséphine (Mati Diop), die er alleine großgezogen hat und mit der er in liebevoller Partnerschaft lebt, nun eigene Wege gehen muss. Doch beide fürchten die Veränderung. Der mit deutschen Untertiteln gezeigte Film nährt die Sehnsucht nach einem ruhenden Pol in einer privaten Beziehung, aus der man Kraft für das Leben schöpfen kann. Dabei verzichtet er komplett auf Stereotypen. Dieser Pariser Vorort ist keine triste, hoffnungslose Immigranten-Enklave, sondern ein Ort, an dem die Aufzüge funktionieren, die Treppenhäuser sauber sind, und an dem es menschliche Wärme und tiefe Bindungen gibt. Im Oktober 2008 gehörte die deutsch-französisch-belgische Ko-Produktion zu den weiteren Preisträgern des Filmfestes Hamburg
35 Rum, Frankreich/Deutschland/Belgien 2008, 105 Min., FSK o. A., von Claire Denis, mit Eriq Ebouaney, Grégoire Colin, Alex Descas
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