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Sandra Nettelbecks Drama um eine Depressive: «Helen»

23.11.2009 09:37

Hamburg - Mit «Bella Martha» hat Regisseurin Sandra Nettelbeck eine hinreißende Komödie hingelegt. Ihr neuer Film aber ist schwere Kost.

Sandra Nettelbecks Drama um eine Depressive: «Helen»
Helen (Ashley Judd) ist krank.

Helen (Ashley Judd, «Crossing Over», «Frida») ist eine erfolgreiche Musikprofessorin in den Dreißigern, glücklich verheiratet, mit einer Tochter, vielen Freunde und Studenten, die sie lieben. Helen ist aber auch schwer depressiv. Ihre erste Ehe zerbrach daran, sie schien geheilt. Nun ist die Krankheit zurückgekommen. Wieder muss sie Medikamente nehmen, leidet unter den Nebenwirkungen, zieht sich zurück und stürzt ab, während ihr Mann und die Tochter hilflos zusehen müssen.

Allein ihre ehemalige Studentin Mathilda (Lauren Lee Smith aus «Pathology») findet Zugang zu Helen, zumal sie unter derselben Krankheit leidet. An den so unterschiedlichen Frauen gelingt es Nettelbeck zu zeigen, dass Depression keine klare Vorgeschichte hat und jeden heimsuchen kann. Der Film wurde mit dem Prädikat «Besonders wertvoll» ausgezeichnet. «Ich hoffe, dass der Film hilft, das Thema Depression hinreichend zu reflektieren», sagte Nettelbeck über ihr Werk.

(Helen, Deutschland, USA 2009, 119 Min., FSK ab 12, von Sandra Nettelbeck, mit Ashley Judd, Lauren Lee Smith, Goran Visnjic)

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