(06.02.2012)
08.03.2010 10:00
Hamburg Mit ihrem Debüt will die Regisseurin Feo Aladag einen offeneren Umgang mit Migranten in Deutschland fördern: «Ein Mangel an Akzeptanz und Offenheit durch eine Mehrheitsgesellschaft erleichtert es einer Minderheit nie wirklich anzukommen», sagt sie.
Der Film «Die Fremde» handelt von der jungen Deutsch-Türkin Umay (Sibel Kekilli, «Gegen die Wand»), die selbstständig werden und sich aus der unglücklichen Ehe mit ihrem Mann befreien will. Sie stößt dabei auf allerhand Widerstand, angefangen bei ihren Eltern und ihren Geschwistern, die mit ihrem Drang nach Freiheit absolut nicht klarkommen. Umays Brüder und ihr Vater sehen nur noch einen Ausweg: Sie müssen ihre Ehre mit dem Mord an der jungen Frau retten. Das Thema ist brisant: Nach Angaben der Vereinten Nationen werden weltweit jedes Jahr etwa 5000 «Ehrenmorde» begangen, die Dunkelziffer wird jedoch weit höher geschätzt.
(Die Fremde, Deutschland 2009, 119 Min., FSK ab 12, von Feo Aladag, mit Sibel Kekilli, Nizam Schiller, Derya Alabora)
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