(06.02.2012)
12.04.2010 09:32
Hamburg - Der Dokumentarfilm «Friedensschlag» über junge Männer, die mit Gewalttaten aufgefallen sind, wurde von Gerardo Milsztein gedreht.
Die Kamera begleitet eine Gruppe von ihnen, die mit Hilfe des Projektes «Work & Box Company» versuchen, ihre Aggressionen abzubauen und wieder Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Das ist keine leichte Aufgabe, und die Sozialarbeiter, die sich um die «Schläger» bemühen, brauchen viel Geduld, haben dafür aber auch erstaunliche Erfolge. Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer des Projektes sollen den Weg zurück in ein geregeltes, gewaltfreies Leben finden. Der Film, in dem sich auch die Mütter der gewaltbereiten Söhne zu Wort melden, beschönigt nichts. Die Darsteller sind keine Sympathieträger. Dennoch gelingt es Milsztein, das Thema mitreißend in Szene zu setzen und eine Stimmung zu erzeugen, die den Zuschauer mit bangen lässt, dass die Männer den Weg zur Selbsterkenntnis nicht vorzeitig verlassen.
Friedensschlag, Deutschland 2010, 107 Min., FSK ab 12, von Gerardo Milsztein
Internet: dpaq.de/OuevY
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