(21.05.2012)
06.02.2007 16:49
Berlin - Die schwedische Schauspielerin Zarah Leander hat wie kaum eine andere Darstellerin die Sehnsucht vieler Deutscher nach dem «geheimnisumwitterten Weib» verkörpert. Zum 100. Geburtstag (15. März) der 1981 in Stockholm gestorbenen «deutschen Greta Garbo» kündigte der Berliner Verleih Edition Salzgeber am Dienstag die Wiederaufführung des deutschsprachigen Kinodebüts Leanders, «Premiere» von 1937 in der Regie von Geza von Bolvary, in den deutschen Kinos an (am 15. März).
Der «elegante Kriminalfilm» in einer Mixtur aus Revuenummern mit Kriminalhandlung wurde in Wien noch vor Leanders Ufa-Filmen gedreht. Ihre Partner in dem Film mit Liedern wie «Merci mon ami, es war wunderschön» waren unter anderem Attila Hörbiger, Theo Lingen und Karl Martell. Zu Leanders späteren bekanntesten Streifen gehören «Zu neuen Ufern» (1937), «La Habanera» (1937), «Heimat» (1938) und «Es war eine rauschende Ballnacht» (1939).
Den 100. Geburtstag nimmt auch das Schwule Museum in Berlin zum Anlass für eine Ausstellung (16. März bis 28. Mai). In der Ankündigung vom Dienstag heißt es dazu, ihre heroischen Frauenfiguren «entsprachen so gar nicht dem faschistischen Frauenbild». Sie sei «ein Naturereignis» gewesen, «ihre tiefe Stimme bezauberte ganz Europa». Als sie 1943, noch vor dem Fall von Stalingrad, in ihre schwedische Heimat zurückkehrte, «fühlten sich die Deutschen verlassen».
Sie sei auch nach dem Krieg in der Bundesrepublik nicht vergessen worden, wo sie als Sängerin mühelos an frühere Erfolge anknüpfen konnte. «Zarah hatte auch immer ein Herz für die Schwulen, die es ihr mit übergroßer Anhänglichkeit und Zuneigung dankten», teilte das Schwule Museum mit. Die Hommage zeige Exponate aus Beständen der Deutschen Kinemathek, aus dem Nachlass von Leanders Songschreiber Bruno Balz und aus der berühmten privaten Leander-Sammlung von Paul Seiler sowie von vielen weiteren privaten Leihgebern.
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