(21.05.2012)
14.02.2007 14:06
Berlin - Nach Edith Piaf kommt Zarah Leander: Der Regisseur Ben Verbong («Das Sams») kündigte auf der Berlinale, die mit einer Filmbiografie über die französische Chansonlegende Edith Piaf (1915- 1963) eröffnet worden war, jetzt einen Film über das Leben des schwedischen Ufa-Stars an.
Leander, die auch als «deutsche Greta Garbo» bezeichnet wurde, wäre am 15. März 100 Jahre alt geworden. In der Berlinale-Ausgabe der Zeitschrift «Variety» sagte Verbong am Mittwoch, sein Film «Zarah L.» will vor allem der Frage nachgehen, warum die 1981 in Stockholm gestorbene Leander es zugelassen habe, vom Nazi-Regime instrumentalisiert zu werden.
Der von der Münchner Blue Eyes Fiction produzierte Film basiert auf dem Drehbuch von Regine Kühn. Die Titelrolle in der europäischen Koproduktion soll ein «international bekannter Star» übernehmen.
Zum 100. Geburtstag Leanders, die wie kaum eine andere Darstellerin die Sehnsucht vieler Deutscher nach dem «geheimnisumwitterten Weib» verkörperte und auch als «Ersatz» für die nach Hollywood entschwundene Marlene Dietrich angehimmelt wurde, kündigt der Berliner Verleih Edition Salzgeber die Wiederaufführung des deutschsprachigen Kinodebüts Leanders, «Premiere» von 1937 in der Regie von Geza von Bolvary, in den deutschen Kinos an (am 15. März).
Der «elegante Kriminalfilm» in einer Mixtur aus Revuenummern mit Kriminalhandlung wurde in Wien noch vor Leanders Ufa-Filmen gedreht. Ihre Partner in dem Film mit Liedern wie «Merci mon ami, es war wunderschön» waren unter anderem Attila Hörbiger, Theo Lingen und Karl Martell. Zu Leanders späteren bekanntesten Streifen gehören «Zu neuen Ufern» (1937), «La Habanera» (1937), «Heimat» (1938) und «Es war eine rauschende Ballnacht» (1939).
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