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«Die Gebrüder Weihnachtsmann» - Märchen mit viel Klamauk

23.11.2007 13:17

Rom - «Hat der Weihnachtsmann eigentlich auch eine Familie?» Diese kindliche Frage ist der Ausgangspunkt der neuen Kinokomödie von Regisseur David Dobkin («Die Hochzeits-Crasher»).

«Die Gebrüder Weihnachtsmann» - Märchen mit viel Klamauk

Fred Claus (Vince Vaughn) sitzt gefesselt auf einem Stuhl zwischen drei Elfen.

Erzählt wird die Geschichte der ungleichen Weihnachtsbrüder Fred und Nicholas «Santa» Claus, von ihrer Rivalität und Versöhnung: «Es sind schon so viele Filme über "Santa" Claus gedreht worden, dass ich auch mal seinen Bruder Fred ins Rampenlicht stellen wollte», sagt Regisseur Dobkin schmunzelnd. «Er ist ein ungewöhnlicher Charakter. Wir wissen, dass er ein Störer und Taugenichts ist, lieben ihn aber trotzdem, weil er derjenige ist, der als Kind vernachlässigt wurde.»

Der Film beginnt wie ein Märchen der Brüder Grimm mit einem «Es war einmal»-Rückblick auf die früheste Kindheit des guten Weihnachtsmannes: Der ältere Tu-Nicht-Gut Fred, überzeugend gespielt von Vince Vaughn, erinnert sich an die ersten Schritte des kleinen Bruders Nick (Paul Giamatti) auf dem Weg zum künftigen Weihnachtsmann. Seine anfängliche Zuneigung für den Nick verwandelt sich jedoch schnell in Ärger und Eifersucht und führt schließlich zur Trennung. Klein-Nick, der immer nur alle Welt beschenken möchte - wie es sich so gehört für einen Weihnachtsmann - wird ihm einfach zu oft von seinen Eltern als Vorbild hingestellt.    

«Für mich ist dieser Aspekt der artigen und unartigen Kinder besonders wichtig», erklärte Hauptdarsteller Vaughn im Interview. «An Weihnachten sollten alle Kinder wissen, dass es wenigstens den Weihnachtsmann gibt, der sie liebt und unterstützt». Er selbst sei immer sehr schlecht in der Schule gewesen, die Unterstützung seiner Eltern sei für ihn entscheidend gewesen, um überhaupt weiterzumachen.

Die als Märchen inszenierte Story von Liebe, Zwist und Versöhnung zu Weihnachten rutscht trotz hervorragender Schauspieler etwas zu oft ins Klamaukhafte ab. So wird Fred bei seiner Ankunft am Nordpol, wo er durch Hilfe bei der Geschenkproduktion Sühne zu tun soll, erstmal grob verprügelt von einer Gruppe von Elfen, die mit großen schwarzen Sonnenbrillen und Pelzmützen eher an die Russenmafia erinnern als an fantastische Weihnachtsfiguren. Er selbst verführt die arbeitsamen Zwerge zum Disco-Tanz und liefert sich Schneeballschlachten und Schlittenfahrten mit seinem Bruder wie im besten Actionfilm.

Schauspielerisch ist «Die Gebrüder Weihnachtsmann» jedoch interessant: Insbesondere die Oscar-Preisträger Kevin Spacey («American Beauty») als Aufseher der Weihnachtsproduktion am Nordpol und Kathy Bates («Misery») als «Mama Claus» sind wunderbar. Der Film bietet buntes Entertainment. Und, wie es Fred Claus alias Vince Vaughn auf den Punkt bringt, für die Kinder sollte Weihnachten doch vor allem «Zauber und Fröhlichkeit» sein.

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