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Katherine Heigl erweist sich in «27 Dresses» als neue Julia Roberts

10.02.2008 13:55

München - Als Brautjungfer ist Jane einfach umwerfend. Sie bestellt die Torte, organisiert die Party, berät bei der endlosen Suche nach dem Hochzeitskleid und hält auch noch Händchen, wenn die Braut bei so viel Stress die Nerven verliert.

Katherine Heigl erweist sich in «27 Dresses» als neue Julia Roberts

Auf Jane (Katherine Heigl) und Kevin (James Marsden) scheint ein Happy End zu warten.

27 Mal stand sie schon neben einer Freundin vor dem Altar. Nur ihren eigenen Traummann hat Jane bei diesem Rummel noch nicht gefunden. Sie ist unglücklich in ihren Chef verliebt. Als der ausgerechnet ihre Schwester Tess heiraten will, ist es mit Janes Geduld vorbei. Wut und Enttäuschung brechen sich Bahn. Und dann ist da zu allem Überfluss auch noch der Lokalreporter Kevin, der das Drama mit zynischen Kommentaren begleitet. Katherine Heigl und James Marsden spielen die Hauptrollen in der unterhaltsamen Liebeskomödie «27 Dresses», die pünktlich zum Valentinstag im Kino anläuft.

Die frühere Choreographin Anne Fletcher («Step Up») führte Regie bei der turbulenten Liebesgeschichte. Dabei hält das Drehbuch von Aline Brosh McKenna («Der Teufel trägt Prada») kaum Überraschungen bereit. Mit seiner Mischung aus Herz, Schmerz und Sehnsucht dürfte der Film vor allem Frauen begeistern, die gerne von einem Himmel voller Geigen träumen. Fast schon Zahnschmerzen bereitet das zuckersüße Ende: Selbst für Kitschverliebte sind diese Liebesschwüre schwer zu verdauen.

Doch Heigl, die auch als Izzy aus der US-amerikanischen Ärzte-Serie «Grey's Anatomy» bekannt ist, macht den Streifen trotzdem sehenswert. Mit ihrer Frische, ihrem Witz und ihrer mädchenhaften Schönheit empfiehlt sie sich als würdige Nachfolgerin von Hollywood-Star Julia Roberts. So wie Roberts in «Pretty Woman» darf auch Heigl ein traumhaftes Kleid nach dem anderen überstreifen - passend zum Motto der jeweiligen Hochzeit. Mal Rüschen und Reifrock, mal japanischer Kimono oder ein sexy Schwimmanzug mit Taucherflossen. Heigl überzeugt vor allem durch ihre Mischung aus Schlagfertigkeit und Anmut, die sie schon in ihrem Kinodebüt «Beim ersten Mal» unter Beweis gestellt hat. Sie verzerrt ihr Gesicht, ist mal naiv-schüchtern und verletzlich, mal albern und übertrieben und hat vor allem großen Spaß dabei. Damit macht sie ihre eher bieder angelegte Rolle wieder wett.

Für James Marsden war der Part als gutaussehender Journalist Kevin eine willkommene Abwechslung. «Ich bin meistens der Typ, der den Kürzeren zieht», hatte sich der Schauspieler beklagt, der als Zyklop in «X-Men» zu sehen war. Zuletzt musste er in der Komödie «Verwünscht» die schöne Amy Adams an Patrick Dempsey abtreten. Dieses Mal ist Marsden selber der Traumprinz, der um seine Liebe aber trotzdem kämpfen muss. In weiteren Rollen sind Malin Akerman als Tess, Judy Greer als Janes Freundin Casey und Edward Burns als selbstverliebter Chef George zu sehen.

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