(21.05.2012)
17.06.2008 11:45
Hamburg - Ein sehr persönliches Porträt des 2006 gestorbenen DEFA-Stars Jenny Gröllmann hat Petra Weisenburger in ihrem Dokumentarfilm gezeichnet, der im Wettbewerb um den Max-Ophüls-Preis lief.
Die Regisseurin begleitete die Schauspielerin in ihren letzten drei Lebensjahren mit der Kamera, wobei ihr zum Teil sehr intime Momentaufnahmen gelungen sind. Ergänzt durch Filmausschnitte, Montagen und Interviews mit Weggefährten ist ein «bewegendes, zuweilen aber zu persönliches und unkritisches» Bild der Mimin entstanden, die oft in Fernsehserien wie «Liebling Kreuzberg», «Ein Fall für zwei» oder «Polizeiruf 110» zu sehen war.
Die 1947 geborene Künstlerin wirkte auch in zahlreichen Spielfilmen mit und war bis 1990 mit Ulrich Mühe («Das Leben der anderen») verheiratet. Mit ihm lieferte sie sich 2001 einen öffentlichen Schlagabtausch, nachdem er sie in Interviews als angeblichen Stasi-Spitzel angegriffen hatte. Im Rechtsstreit unterlag der im vergangenen Jahr ebenfalls an Krebs gestorbene Mühe seiner Ex-Frau.
(Ich will da sein - Jenny Gröllmann, Deutschland 2008, 95 Min., FSK o. A., von Petra Weisenburger, mit Jenny Gröllmann, Hermann Beyer, Michael Gwisdek)
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