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Gedenktafel an Marlene Dietrichs Geburtshaus

17.07.2008 13:55

Berlin - Mit einer neuen Gedenktafel an ihrem Geburtshaus erinnert Berlin seit Donnerstag an die Filmdiva Marlene Dietrich. Sie wird damit als eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen von internationalem Rang gewürdigt.

Gedenktafel an Marlene Dietrichs Geburtshaus

Ein Weltstar: Marlene Dietrich im Jahr 1972.

Durch ihre Emigration in die USA in den 30er Jahren habe sich die Schauspielerin außerdem bewusst vom NS-Regime in Deutschland abgesetzt und sich später als amerikanische Staatsbürgerin gegen die Nazis engagiert, hieß es beim Senat. Als Tochter eines Polizeileutnants und einer aus einer angesehenen Uhren-Fabrikantenfamilie stammenden Mutter wurde die spätere Filmdiva am 27. Dezember 1901 in der Schöneberger Leberstraße 65 geboren.

«Marlene Dietrich ist eine der bedeutendsten Töchter Berlins», betonte Kulturstaatssekretär André Schmitz laut Mitteilung. «Ihr Credo "Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin" ist nicht nur eine Hommage an ihre Heimatstadt. Es ist für uns auch Verpflichtung, das Vermächtnis der überzeugten Antifaschistin, engagierten Pazifistin und emanzipierten, selbstbewussten Künstlerin zu ehren und zu bewahren.»

Dietrich ging 1930 nach Hollywood, wurde 1937 amerikanische Staatsbürgerin und avancierte in den USA zum Weltstar. Während des Zweiten Weltkrieges engagierte sie sich an der Front musikalisch für die amerikanischen Truppen. Für diesen Einsatz erhielt Marlene Dietrich 1947 den höchsten zivilen Orden der USA, die Medal of Freedom. In Deutschland wurde sie dafür als «Vaterlandsverräterin» geschmäht.

Dietrich war im Kaiserreich nach den strengen preußischen Regeln aufgewachsen. Als Lola Lola mit Zylinder und Strapsen wurde sie mit dem Film «Der Blaue Engel» zum Inbegriff der Femme Fatale.

Nach langen Jahren der selbst gewählten Isolation starb «die Dietrich» am 6. Mai 1992 im Alter von 90 Jahren vereinsamt in ihrer Pariser Wohnung. Sie wurde auf dem Friedhof Stubenrauchstraße in Berlin-Schöneberg beigesetzt.

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