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«Chéri»: Michelle Pfeiffer entfacht lodernde Erotik

24.08.2009 11:22

Berlin - Mit 51 Jahren stellt Hollywood-Star Michelle Pfeiffer in «Chéri» sämtliche jugendwahngebeutelten Kino-Schönheiten unserer Tage in den Schatten. Die mehrfache Mutter ist der Inbegriff einer Leinwand-Göttin: vibrierender Sexappeal, gepaart mit Intelligenz und Witz.

«Chéri»: Michelle Pfeiffer entfacht lodernde Erotik

Lea (Michelle Pfeiffer) und Cheri (Rupert Friend) genießen ihre Zweisamkeit in luxuriösem Ambiente.

Die in ihrer nun schon drei Jahrzehnte umfassenden Karriere mehrfach für den «Oscar» nominierte Schauspielerin sieht den Film als «Glücksfall» für sich. Sie sagte bei der umjubelten Erstaufführung während der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele Berlin: «Léa kämpft gegen das Alter, das mach ich auch. Ich achte auf meinen Lebenswandel, treibe Sport und kriege trotzdem Falten. In dieser Rolle kann ich selbstironisch mit all dem umgehen. Das macht Spaß.» Dieser Spaß überträgt sich im Handumdrehen aufs Publikum.

Die Story des auf einem Roman von Colette basierenden Spielfilms nimmt Regisseur Stephen Frears als Anlass zum Schwelgen in üppigen Bildern, opulenten Kostümen und - vor allem - raffinierter Erotik: Paris, Ende der Belle Epoque am Beginn des 20. Jahrhunderts. Madame Peloux (Kathy Bates) gibt Sohn Fred (Rupert Friend), genannt Chéri, zur Kurtisane Léa de Lonval (Michelle Pfeiffer). Er soll fürs Leben und die Liebe geschult werden. Lehrerin und Schüler verfallen einander. Was die Mama schnurstracks zu hintertreiben versucht.

Bissige Dialogschlachten zwischen Michelle Pfeiffer und Kathy Bates geben der sommerlich-leichten Geschichte kräftigen Schwung. Die delikat inszenierten Momente der Lust zwischen der Hauptdarstellerin und ihrem jungen Partner Rupert Friend sorgen für knisternde Spannung. Dabei, und das ist die besondere Leistung des Drehbuchs von Star-Autor Christopher Hampton, entsteht auch ein facettenreiches Bild des großbürgerlichen Lebensstils vor etwa einhundert Jahren.

A und O des Films ist Michelle Pfeiffer. In den letzten Jahren selten in tragenden Rollen aufgetreten, knüpft sie hier nach zwei Jahrzehnten an ihre erste erfolgreiche Zusammenarbeit mit Regisseur Stephen Frears und Drehbuchautor Hampton an: «Gefährliche Liebschaften». Wie 1989 ist dem Trio auch diesmal ein feinsinniger Film gelungen, der das Zeug zum Hit hat.

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