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Mutter-Tochter-Drama: «Es kommt der Tag»

28.09.2009 10:31

Hamburg - Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein: Dies ist die Kernaussage des Films von Susanne Schneider, die auch das Drehbuch zu «Solo für Klarinette» geschrieben hat. Nicht ganz unbeschwert ist das Leben von Judith (Iris Berben) und Jean-Marc (Jacques Frantz).

Mutter-Tochter-Drama: «Es kommt der Tag»

Judith (l, Iris Berben) sieht sich durch ihre Tochter Alice (Katharina Schüttler) mit der Vergangenheit konfrontiert.

Sie leben zwar mit ihren fast erwachsenen Kindern recht feudal auf einem Weingut im Elsass, sind aber hochverschuldet. Und Judith hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Die steht eines Tages in Gestalt von Alice (Katharina Schüttler) vor der Tür, Judiths nach der Geburt zur Adoption freigegebene Tochter. Damals war die Mutter RAF-Terroristin, konnte ein Kind nicht brauchen. Alice konfrontiert ihre Mutter gnadenlos mit dem Verrat. Sie versteht nicht, wie die Ältere dieses satte bürgerliche Leben führen kann, nachdem sie für ihren politischen Kampf sogar ihr eigenes Kind preisgegeben hatte. Alice will Rache. «Es geht um Vergebung, und es geht um die Auseinandersetzung mit der selbst gelebten deutschen Geschichte», so die Regisseurin.

(Es kommt der Tag, Deutschland 2009, 194 Min., FSK o. A., von Susanne Schneider, mit Iris Berben, Katharina Schüttler, Jacques Frantz)

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