(21.05.2012)
08.11.2009 17:07
Berlin - Der Hitler-Attentäter Georg Elser ist nach den Worten von Schauspieler Klaus Maria Brandauer auch heute noch «ein Beispiel von Zivilcourage».
Der vor 20 Jahren entstandene Film «Georg Elser - Einer aus Deutschland» von und mit Brandauer wurde am Samstag in Berlin noch einmal in Anwesenheit des Schauspielers aufgeführt. Elser sei auch «Mahnung dafür, in der Gesellschaft das Maul aufzumachen. Das ist doch wohl das mindeste, was man in einer Demokratie machen kann», so der 66-jährige Brandauer bei der Filmvorführung. Anlass war der 70. Jahrestag des Attentats Elsers am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller, das Diktator Adolf Hitler überlebte.
Am Sonntag war auch in München eine Aufführung des Films geplant, der ab 12. November wieder bundesweit im Kino sowie in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen gezeigt werden soll. «Wir müssen uns alle an die Hand nehmen und Solidarität üben auch in schwierigen Zeiten», sagte Brandauer weiter. Es gehe dabei nicht um Heldentum, denn auch er könne nicht mit Gewissheit sagen, wie er vor 70 Jahren gehandelt hätte.
Der Schreiner Georg Elser verübte am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller ein Sprengstoffattentat auf Hitler. Der Anschlag scheiterte jedoch, weil Hitler den Bürgerbräukeller früher als geplant und damit wenige Minuten vor der Explosion der Bombe verließ. Der Sprengkörper brachte einen Teil des Saales zum Einsturz und tötete acht Menschen, 63 wurden zum Teil schwer verletzt. Elser wurde noch am gleichen Abend verhaftet und ins Konzentrationslager deportiert. Wenige Tage vor Kriegsende 1945 wurde er in Dachau ermordet.
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