(21.05.2012)
20.11.2009 11:25
Berlin - Werner Herzog, Jurypräsident der 60. Berlinale, ist eigentlich ein Kino-Muffel. «Ich glaube, im Schnitt komme ich auf zwei, drei Filme im Jahr», sagte der 67-jährige Regisseur der «Berliner Morgenpost».
«Die meisten davon sind ziemlich schlecht.» Bei den Berliner Filmfestspielen vom 11. bis 21. Februar wird Herzog dann mehr als 20 Filme in 10 Tagen sehen und beurteilen müssen.
Sehr bedauerlich findet es Herzog, dass in Deutschland einige seiner preisgekrönten Filme wie «Grizzly Man» oder «Rescue Dawn» gar nicht im Kino zu sehen waren. «Ich habe Deutschland nie aus dem Auge verloren. Aber - ich weiß nicht wieso - Deutschland hat mich aus den Augen verloren», beklagte der in den USA lebende Herzog («Fitzcarraldo», «Nosferatu»).
«Ich habe mein Land verlassen und lebe heute in Los Angeles. Und ich mache Filme in der Antarktis, in Südamerika, den USA. Aber meine Kultur habe ich dennoch nie verlassen», so der gebürtige Münchner.
Seine bei Festivals gewonnenen Preisen sind ihm nicht wichtig. «Die haben mir nie etwas bedeutet.» Herzogs jüngste, beim Filmfestival von Venedig gezeigten Werke «Bad Lieutenant» und «My son, my son, what have ye done?» werden Anfang 2010 auch wieder in den deutschen Kinos zu sehen sein.
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