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(12.07.2010)

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60. Berlinale mit vielen Stars eröffnet

12.02.2010 14:42

Berlin - Mit der Weltpremiere der chinesischen Tragikomödie «Tuan Yuan» (Getrennt zusammen) ist am Donnerstagabend die 60. Berlinale eröffnet worden.

60. Berlinale mit vielen Stars eröffnet

Der Regisseur und seine Stars: Wang Quan'an, Monica Mo (l) und Lisa Lu zeigen ihren Film «Tuan Yuan».

Zum Auftakt der elftägigen Internationalen Filmfestspiele Berlin zeigte Regisseur Wang Quan'an, wie große Politik und privates Schicksal untrennbar verknüpft sein können.

Die rund 1600 Zuschauer im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz nahmen das Drama mit freundlichem Applaus auf. Unter den Festivalgästen war fast die komplette Riege der deutschen Filmstars - darunter Mario Adorf, Michael Gwisdek, Jürgen Vogel, Senta Berger, Martina Gedeck, Iris Berben, Tom Tykwer, Wim Wenders und Sibel Kekilli.

«Tuan Yuan» erzählt von einem Ex-Soldaten, der einst vor den chinesischen Kommunisten nach Taiwan floh. Bei einer Reise in seine frühere Heimat Schanghai trifft er seine ehemalige Geliebte wieder. Alte Gefühle flammen wieder auf. Doch die Frau ist schon lange mit einem Unteroffizier der kommunistischen Truppen verheiratet und hat mehrere Kinder mit ihm. Ein teils offen, teils subtil geführter Konflikt in der Familie bricht aus.

Durch die Eröffnungsgala der Jubiläums-Berlinale führte Comedy-Star Anke Engelke. Offiziell eröffnet wurde das Festival dann von Kosslick und Jury-Präsident Werner Herzog («Fitzcarraldo»). In der Jury sind auch Hollywoodstar Renée Zellweger und die deutsche Schauspielerin Cornelia Froboess.

Bis zum 21. Februar zeigt die Berlinale rund 400 Filme aus aller Welt. Stars wie Leonardo DiCaprio, Martin Scorsese, Ben Stiller, Shah Rukh Kahn, Jeanne Moreau, Jackie Chan und Gérard Depardieu werden erwartet. Im Wettbewerb um den Goldenen Bären sind neben «Tuan Yuan» weitere 19 Regiearbeiten, darunter Werke von Oskar Roehler, Zhang Yimou und Michael Winterbottom.

Als Weltpremiere ist bereits am Freitag Roman Polanskis Politthriller «Der Ghostwriter» im Wettbewerb zu sehen. Polanski selbst kann wegen seines andauernden Hausarrests in der Schweiz allerdings nicht nach Berlin kommen.

Die USA fordern Polanskis Auslieferung. Ihm wird vorgeworfen, 1977 eine 13-Jährige mit Drogen gefügig gemacht und dann Sex mit ihr gehabt zu haben. Nach Berlin schickt der Regisseur «Ghostwriter»-Autor Robert Harris und seine Darsteller Ewan McGregor und Pierce Brosnan. Außer Konkurrenz zeigen die Berlinale-Stammgäste DiCaprio und Scorsese am Samstag das Gefängnisdrama «Shutter Island».

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