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Freundlicher Applaus für «Boxhagener Platz»

17.02.2010 09:56

Berlin - Mit freundlichem Applaus hat das Berlinale-Publikum am Dienstagabend den Film «Boxhagener Platz» des deutschen Regisseurs Matti Geschonneck bedacht. Bejubelt wurde von den 1800 Premierengästen im Berliner Friedrichstadtpalast Gudrun Ritter.

Freundlicher Applaus für «Boxhagener Platz»

Die Schauspieler Michael Gwisdek (l) und Jürgen Vogel bei der Premiere von «Boxhagener Platz».

Sie spielt in der Kriminalkomödie eine mehrfache Witwe, die erneut den Verlust eines Ehemanns zu beklagen hat. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Torsten Schulz, der auch das Drehbuch geschrieben hat. In die Kinos kommt er am 4. März.

Schauplatz der Familiengeschichte ist der Boxhagener Platz im Ost-Berliner Stadtteil Friedrichshain, heute eines der Szeneviertel. Der Film spielt jedoch bereits im Jahr 1968: Während im Westteil der geteilten Stadt die Studenten auf die Straße gehen, wird in dem Ost-Kiez ein Fischhändler ermordet, der immer noch für Hitler schwärmte. Die Ermittlungen führen ins Umfeld von «Omi Otti», gespielt von Gudrun Ritter.

Der «Berliner Heimatfilm» (so der Regisseur) wurde in der Special-Reihe der Filmfestspiele gezeigt. Für Geschonneck ist es der erste Kinofilm seit fast zwei Jahrzehnten. Der 57-Jährige gehört zu den bekanntesten deutschen Fernseh-Regisseuren. Für die Verfilmung des Nach-Wenderomans «Die Nachrichten» wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Neben Ritter sind auch Michael Gwisdek, Meret Becker, Horst Krause und Jürgen Vogel zu sehen.

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