(21.05.2012)
30.06.2010 18:58
München Nach seinem erfolgreichen Spielfilmdebüt «Shoppen» über Singles beim Speeddating ist Ralf Westhoff weiter auf Siegeskurs: Für seinen zweiten Kinofilm «Der letzte schöne Herbsttag» wurde er am Mittwoch beim Förderpreis Deutscher Film in München als bester Regisseur ausgezeichnet.
Mit den Techniken des Verhörs zerlege Westhoff die Liebe eines Paares, um seinen Figuren am Ende einen Freiraum zu inszenieren, in dem sie die Liebe finden, begründete die Jury. Als beste Produzenten wurden die Macher von «Transit» geehrt, ein spannender Film über den harten Alltag eines Fernfahrers. Beide Preise sind mit 20 000 Euro dotiert und wurden während des Filmfestes München verliehen.
In der Kategorie Schauspiel gewannen die Darsteller des dokumentarischen Spielfilms «Morgen das Leben», Ulrike Arnold und Jochen Strodthoff (je 5000 Euro). Regisseur Alexander Riedel begleitet darin drei Menschen aus einer Großstadt, die von einem ganz anderen Leben träumen und den Schritt wagen, ihr bisheriges Dasein über den Haufen zu werfen. Arnold verleihe ihrer Figur Wahrhaftigkeit und lasse die Zuschauer vergessen, dass sie einer Schauspielerin zusehen, heißt es in der Jurybegründung.
Bei Strodthoff lobten die Preisrichter sein einfaches und direktes Spiel sowie seine starke physische Präsenz. In der Kategorie Drehbuch (10 000 Euro) siegten Ulrich Peltzer und Christoph Hochhäusler mit ihrem Drama «Unter dir die Stadt» über persönliche Verstrickungen und Machenschaften in der Frankfurter Banker-Szene.
Der Förderpreis Deutscher Film wird seit 2002 an den deutschen Filmnachwuchs verliehen und ist mit insgesamt 60 000 Euro dotiert. In der Jury saßen in diesem Jahr die Schauspielerin Katharina Schüttler, der Regisseur Christian Petzold und Steffen Kuchenreuther, Präsident der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO). Sie mussten ihre Auswahl aus elf Filmen treffen.
Die Filmemacher aus dem Ausland können dagegen noch hoffen: Am Freitag (2. Juli) werden der Arri-Zeiss-Preis an den besten internationalen Film und der Cine Vision Award an den Regienachwuchs vergeben.
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