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Locarno 2010: Festivalauftakt am Lago Maggiore

05.08.2010 10:30

Locarno Mit der Uraufführung der französisch-deutschen Koproduktion «Au Fond des Bois» von Regisseur Benoît Jacquot ist am Mittwochabend das 63. Internationale Filmfestival von Locarno eröffnet worden.

Locarno 2010: Festivalauftakt am Lago Maggiore

Viele Zuschauer kommen extra für das Freilufterlebnis auf der Piazza Grande nach Locarno.

Bis zum 14. August präsentiert das neben Berlin, Cannes und Venedig wichtigste europäische Filmfestival fast 300 neue Filme. 18 Produktionen, darunter vier mit deutscher Beteiligung, konkurrieren im Hauptwettbewerb «Concorso Internazionale».

Der deutsche Film ist auf dem Festival in allen Sektionen vor allem durch internationale Gemeinschaftsproduktionen kraftvoll vertreten. Insgesamt gibt es 14 Beiträge mit deutscher Beteiligung. Um den begehrten Hauptpreis, den Goldenen Leoparden, bewerben sich unter anderem die Filme «Im Alter von Ellen» der in Südafrika geborenen Regisseurin Pia Marais und die deutsch-ungarisch-französische Produktion «Womb» des ungarischen Regisseurs Benedek Fliegauf. Auch die deutsch-US-amerikanisch-französische Produktion «LA. Zombie» des Underground-Kultregisseurs Bruce LaBruce aus Kanada und die deutsch-serbisch-schwedische Gemeinschaftsproduktion «Belli, Belisvet» des Serben Oleg Novkovic gehören dazu.

Besondere Anziehung genießt das 1946 unter anderem von Charlie Chaplin gegründete Filmfestival durch seine abendlichen Freiluftaufführungen. Mehr als 8000 Zuschauer kommen dabei auf die Piazza Grande, den mittelalterlichen Marktplatz des beliebten Touristenziels am Lago Maggiore. Am Ende vergibt das Publikum den durch Umfrage ermittelten Zuschauerpreis. Darum bewirbt sich in diesem Jahr aus Deutschland neben anderen Beiträgen der mit Wotan Wilke Möhring, Katrin Sass, Burghart Klaußner und Sebastian Blomberg hochkarätig besetzte Thriller «Das letzte Schweigen» von Baran bo Odar.

Das Festival von Locarno wird in diesem Jahr erstmals von Olivier Père als künstlerischem Direktor verantwortet. Der Franzose wurde in den Jahren 2004 bis 2009 bekannt als Leiter der «Quinzaine des Réalisateurs», einer wichtigen Programmsektion beim Filmfestival von Cannes. Père und die Auswahlkommission legen in diesem Jahr erklärtermaßen den Schwerpunkt des Festivals auf die Förderung junger Autoren und Regisseure.

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