(06.02.2012)
03.09.2010 11:59
San Francisco - Als kleine Tochter von Scarlett O'Hara (Vivien Leigh) und Rhett Butler (Clark Gable) im Leinwandepos «Von Winde verweht» hatte die Amerikanerin Cammie King Conlon ihren größten Auftritt.
Jetzt ist der ehemalige Kinderstar im kalifornischen Fort Bragg im Alter von 76 Jahren gestorben, berichtete die Zeitung «Santa Rosa Press Democrat» am Donnerstag. Conlon litt an Krebs.
«Meinen Höhepunkt im Showbusiness hatte ich mit fünf Jahren», scherzte Conlon in Interviews über ihre kurzlebige Filmkarriere. Mit ihrer Rolle als kleiner Lockenkopf Bonnie Blue Butler hatte sie 1939 rund 1000 Dollar verdient. Viele Szenen waren ihr in dem fast vierstündigen Bürgerkriegsdramas nicht beschieden. Das einzige Kind von Scarlett O'Hara und Rhett Butler stirbt bei einem Sturz von seinem Pony. Einen weiteren Film drehte Conlon nicht. Als Synchronsprecherin vertonte sie drei Jahre später die Figur des kleinen Rehs Feline in dem Disney-Streifen «Bambi».
Conlon studierte Kommunikationswissenschaften und arbeitete später in einem Tourismusbüro in Nordkalifornien. Trotz ihrer nur kleinen Rolle in «Vom Winde verweht» wurde sie häufig zu Jubiläumsfeiern für den mit zehn Oscars prämierten Film eingeladen. Von der Besetzung sind heute nur noch wenige Schauspieler am Leben, darunter Olivia de Havilland, die in dem Melodram die Südstaatlerin Melanie spielte. Die 94-Jährige lebt in Frankreich.
Fast vier Millionen Dollar hatte der Hollywood-Riese Metro-Goldwyn-Mayer damals berappen müssen, um das Melodrama nach dem Roman von Margaret Mitchell in Szene zu setzen. Mit Einnahmen von 400 Millionen Dollar weltweit - also dem Hundertfachen - wurde das Studio belohnt. Inflationsbereinigt ist «Vom Winde verweht» der erfolgreichste Film aller Zeiten.
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