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Toronto löst Venedig ab: 339 Filme in elf Tagen

09.09.2010 17:24

Toronto/New York - In Venedig ist noch nicht der letzte Vorhang gefallen, da ruft bereits Toronto. In der kanadischen Metropole werden in der Nacht zum Freitag die 35. Internationalen Filmfestspiele (TIFF) mit der Premiere des Hockey-Musicals «Score» eröffnet.

Toronto löst Venedig ab: 339 Filme in elf Tagen

Von Venedig nach Toronto: Natalie Portman.

339 Spielfilme, Dokumentationen und eine Video-Installation aus insgesamt 59 Ländern warten in den kommenden elf Tagen auf Zuspruch.

Deutschland ist mit vollen Koffern angereist: Jeder zehnte Film, der hier bis zum 19. September über die Leinwand flimmert, ist eine deutsche Produktion oder Koproduktion. «The Poll Diaries» von Chris Kraus («Four Minutes») wird in Toronto uraufgeführt, ebenso «The Whistleblower» von Larysa Kondracki («Viko»).

Kraus' «Poll» ist die Geschichte einer 14-Jährigen aus einer deutschen Aristokratenfamilie in Estland, die unmittelbar vor Beginn des Ersten Weltkriegs heimlich einen Anarchisten gesund pflegt. Das subtile Drama wurde von Bavaria Film International produziert. «The Whistleblower» ist ein Politthriller über eine US-Polizistin (Rachel Weisz), die beim Bosnien-Einsatz auf Untergrundaktivitäten von UN-Leuten stößt.

Mit Spannung wird auch die deutsche Koproduktion «22nd of May» des belgischen Regisseurs Koen Mortier erwartet. «Drei» von Tom Tykwer ist bereits durch Venedig bekannt. Werner Herzog stellt seine neue Dokumentation «Cave of Forgotten Dreams» vor und der deutsche Künstler Oliver Husain seinen experimentellen Film «Leona Alone».

Die TIFF-Veranstalter rühmen sich als Wegweiser der Oscars. In Toronto hatte «Slumdog Millionär» 2008 seinen Siegeszug zum achtfachen Oscar-Gewinner begonnen. Im vergangenen Jahr wurde das Sozialdrama «Precious» mit Kanadas höchstem Filmpreis, dem People's Choice Award, geehrt, bevor es anschließend in Hollywood absahnte. Andere Oscar-Gewinner aus Toronto waren «American Beauty» (1999) und «Shine» (1996). Auch der Oscar-Sieger von 2009, «The Hurt Locker», hatte in Kanada auf sich aufmerksam gemacht.

Kein Wunder also, dass zahlreiche Filmstars und Filmemacher aus den USA und Europa vor Ort sind. Zur weiblichen Prominenz in Toronto gehören Natalie Portman, Nicole Kidman, Megan Fox, Helen Mirren, Hilary Swank, Marion Cotillard, Carey Mulligan, Catherine Deneuve und Charlotte Rampling. Unter ihren männlichen Kollegen sind Matt Damon, Bob Hoskins, Keanu Reeves, Kevin Spacey und Bill Murray. Angesagt haben sich auch Bill Gates, Michael Moore und Bruce Springsteen.

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