(21.05.2012)
20.09.2010 13:19
Berlin - Oskar Roehlers neuer Film zeigt, wie Veit Harlans Nazi-Propagandawerk «Jud Süß» aus dem Jahr 1940 entstanden ist. Der Schauspieler Ferdinand Marian bekam ein ebenso verführerische wie verhängnisvolle Angebot von Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels.
Marian soll die Titelrolle in dem Nazi-Propagandafilm «Jud Süß» spielen. Dabei will Regisseur Roehler vor allem zeigen, wie viel Einfluss Goebbels auf das Filmprojekt nahm und wie tragisch das Schicksal des Süß-Darstellers Marian war. Roehler erzählt die dramatische Geschichte allerdings in einer kruden Mischung aus Melodram und leicht satirischen Elementen, die den Zuschauer stark irritieren könnte. Der Film hinterlässt daher einen zwiespältigen Eindruck.
(Jud Süß - Film ohne Gewissen, Deutschland 2010, 120 Min., FSK ab 12, von Oskar Roehler, mit Tobias Moretti, Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu)
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