(21.05.2012)
26.11.2010 16:46
New York - Nicht jeder kennt den Namen Ed Harris. Wer aber sein Bild sieht, weiß Bescheid. Harris ist der Mann im Hintergrund, der Filmstar, der fast 30 Mal für einen der begehrten Preise nominiert wurde und nur fünf gewann.
Der athletisch gebaute Schauspieler mit dem schütteren Haar genießt den Ruf eines der besten Charakterdarsteller Amerikas. Die meisten seiner Filme, so auch die von ihm selbst gedrehten «Pollock» und «Western Appalooza», sind anspruchsvoll, nicht immer Blockbuster. 2011 steht Harris, der an diesem Sonntag (28. November) seinen 60. Geburtstag feiert, ein ganz besonderes Jahr bevor: Er soll einen Stern auf Hollywoods berühmtem Walk of Fame bekommen.
Neben dem Schauspieler, Regisseur und Drehbuchschreiber Harris kommen drei seiner Kollegen zu den gleichen Ehren: Der britische Regisseur Ridley Scott («Blade Runner») sowie Gwyneth Paltrow («Shakespeare in Love») und Reese Witherspoon («Walk the Line»). Eins haben ihm Paltrow und Witherspoon voraus: Sie nahmen bereits eine glänzende Oscar-Statuette mit nach Hause. Dagegen wurde Harris schon mehrfach enttäuscht.
Vier Mal winkte ihm Hollywoods höchste Auszeichnung, für seine Rolle als NASA-Missionschef Gene Kranz in «Apollo 13», als Christof in «Die Truman Show», als Künstler Jackson Pollock in «Pollock» und als Richard Brown in «The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit». Doch immer kam ein anderer zum Zuge. Lediglich der Golden Globe wurde ihm 1998 verliehen, dazu der Preis der Screen Actors Guild und weitere weniger gewichtige Auszeichnungen.
Noch rechtzeitig für die kommende Oscar-Saison kommt Harris mit dem Psychodrama «The Way Back» in die US-Kinos. Der deutsche Starttermin steht noch nicht fest. Der Film von Regisseur Peter Weir («Der Club der toten Dichter») beruht auf einer wahren Geschichte und zeigt die dramatische Flucht mehrerer Häftlinge aus einem sibirischen Gulag bis nach Indien.
Noch in Arbeit ist die Religionssatire «Salvation Boulevard», in der Harris neben Jennifer Connelly und Pierce Brosnan vor der Kamera steht. Es geht um den Mord an einem atheistischen Professor, der von einem christlichen Detektiv beschattet wird. Als Täter wird ein muslimischer Student verdächtigt. In den Fall verwickelt ist auch ein jüdischer Staatsanwalt. Darüber hinaus verpflichtete sich der gefragte Nebendarsteller für einen Part in dem Psychothriller «Man on a Ledge», in dem Sam Worthington die Hauptrolle spielen wird.
Zuletzt beeindruckte Harris mit seiner Frau Amy Madigan in dem Indie-Film «Once Fallen» über eine Familie von Knackis. Das Paar hatte sich bei den Dreharbeiten für den Film «Ein Platz im Herzen» kennengelernt und ist seit 1983 verheiratet. 1993 gesellte sich ein Töchterchen dazu: Lilly Dolores Harris ist inzwischen 17.
Ihr Vater Ed stammt aus Englewood im US-Staat New Jersey, wuchs in einer presbyterianischen Middle-Class-Familie auf, bekam als Footballstar seiner High School in Tenafly ein Stipendium an der renommierten Columbia Universität in New York, blieb aber nur zwei Jahre. Dann folgte er seiner Familie in den Westen, sammelte erste Lorbeeren auf Bühnen in New Mexico und erlernte schließlich das Handwerk am California Institute of the Arts in Los Angeles.
Nach den ersten Leinwanderfolgen, «Coma» (1978), «Borderline - Der Grenzwolf» mit Charles Bronson und «Knightriders - Ritter auf heißen Öfen», gab es kein Halten mehr. Harris ist inzwischen in mehr als 60 Filmen zu sehen, meist als Mann im Hintergrund.
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