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Von «Splash» bis «Kill Bill»: Daryl Hannah wird 50

02.12.2010 13:06

Los Angeles - Völlig nackt, mit langer blonder Mähne, die ihren Körper umhüllte, wurde Daryl Hannah über Nacht berühmt. In der Liebeskomödie «Splash - Eine Jungfrau am Haken» verdrehte sie als Meeresjungfrau nicht nur Tom Hanks den Kopf.

Von «Splash» bis «Kill Bill»: Daryl Hannah wird 50

Daryl Hannah hat ihren Kampfgeist nicht verloren. Mit 50 Jahren ist die Schauspielerin auch Umwelt- und Tierschützerin.

Auch die Kritiker und das Kinopublikum begeisterten sich für Hollywoods schöne Neuentdeckung. Das ist 25 Jahre her. Hannah, die am 3. Dezember ihren 50. Geburtstag feiert, hat eine Karriere mit Höhen und Tiefen hinter sich, am Ende waren es mehr Flops als Hits. Doch mit rund 70 Leinwand- und TV-Filmen hat sie sich einen festen Platz in Hollywoods Damenriege verschafft.

Hannah war ein Scheidungskind, nach eigenem Bekunden extrem scheu. Als Teenager habe sie unter Schlaflosigkeit gelitten und nachts ständig Filme geschaut, verriet sie in einem Interview. Erst wollte sie Tänzerin werden, entschied sich dann aber für die Schauspielerei. Mit 18 Jahren stand sie bereits vor der Kamera. In Brian De Palmas Psychothriller «Teufelskreis Alpha» hatte sie an der Seite von Kirk Douglas einen kleinen Auftritt. Als Androidin Pris zog sie 1982 in Ridley Scotts Kultfilm «Blade Runner» alle Blicke auf sich, am Ende wird sie von Harrison Ford erschossen.

Nach ihrem «Splash»-Auftritt als Meeresnixe wurde Hannah oft als langbeinige Verführerin gecastet, mit Robert Redford in «Staatsanwälte küsst man nicht», mit Steve Martin in «Roxanne» und mit Michael Douglas und Charlie Sheen in «Wall Street». Ihr Auftritt als Geliebte, die sich zwischen den Finanzhaien Gordon Gekko und Bud Fox entscheiden muss, brachte Hannah 1988 eine zweifelhafte Auszeichnung ein - die «Goldene Himbeere» als schlechteste Nebendarstellerin.

Hannah heimste neben Julia Roberts, Sally Field, Shirley MacLaine und Olympia Dukakis eine Rolle in der Tragikomödie «Magnolien aus Stahl» ein, doch wenig später schlug sie die Hauptrolle als Prostituierte in «Pretty Woman» aus, die Julia Roberts zum Weltstar machte. In den 90er Jahren wuchs sie in dem Sci-Fi-Kultfilm «Angriff der 20-Meter-Frau» von UFO's bestrahlt zu einer riesigen Männerrächerin heran. Mit Walter Matthau und Jack Lemmon als grantige Freunde drehte sie die Komödie «Ein verrücktes Paar», mit Matthew Modine und Catherine Keener die New Yorker Lifestyle-Farce «Echt Blond». Große Hits blieben aus, viele TV-Produktionen und Low-Budget-Streifen folgten.

Das Comeback schaffte sie erst wieder mit «Kill Bill», Quentin Tarantinos blutigem Rache-Epos, in dem Hannah als einäugige Killerin zuschlägt. Zweimal spielte sie Uma Thurmans Rivalin Elle Driver. Für einen besonders gekonnten Nahkampf wurden sie 2005 mit dem MTV Movie Award für die Beste Kampfszene in «Kill Bill - Volume 2» ausgezeichnet.

Als aktive Umweltschützerin gibt sich Hannah auch jenseits der Leinwand kämpferisch. Vor einem Jahr mischte sie beim Klima-Gipfel in Kopenhagen mit. Im kalifornischen Malibu protestierte sie mit anderen Stars gegen den Bau einer Erdgas-Anlage, mit Tierschützern fuhr sie zur See, um gegen den Walfang zu kämpfen. 2006 verharrte sie in Los Angeles zum Erhalt eines städtischen Bauernhofes auf einem Baum. Über einen Feuerwehrkran wurde sie von der Polizei heruntergeholt und mit Dutzenden anderen festgenommen.

Privat hält sich Hannah schon eine Weile aus den Schlagzeilen heraus. Sie verbringt viel Zeit abseits von Hollywood, unter anderem im ländlichen Colorado. In den 1980er Jahren war sie länger mit dem Sänger Jackson Brown - ohne Trauschein - liiert. In New York lebte sie mit John F. Kennedy Jr. zusammen, doch dessen Mutter Jackie soll eine Ehe mit der Schauspielerin unterbunden haben, um den Kennedy-Sohn aus Hollywood fernzuhalten.

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