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Berlinale-Partys: Zwischen Rolf Eden und Madonna

14.02.2011 16:25

Berlin - Bei der Berlinale grassiert das Starfieber. Madonna, Jeff Bridges, Jeremy Irons, Kevin Spacey sowie die Rockertöchter Zoe Kravitz und Jade Jagger waren da. Die versammelte deutsche Filmprominenz ist es noch.

Berlinale-Partys: Zwischen Rolf Eden und Madonna

Christine Neubauer und Mario Adorf amüsieren sich auf der "Blue Hour"-Party der ARD.

Der Partykalender ist voll. Eindrücke vom Festival jenseits der Leinwand: Donnerstagabend. Vor der Eröffnungsgala im Berlinale-Palast segelt ein Sektglas von der Brüstung und zerschellt auf dem roten Teppich. Wenig später, und es hätte fast Alt-Playboy Rolf Eden erwischt, der mit offenen Armen auf die Fotografen zustürmt. «Wir müssen uns un-be-dingt sehen», raunen sich die Filmleute im Gedränge zu. Mario Adorf gibt Autogramme. Die Regie-Brüder Ethan und Joel Coen haben keine Lust, nochmal ihren Western «True Grit» zu sehen. Sie gehen lieber Schnitzel essen. In der Geschenketasche für die Gäste: Anti-Falten-Pflege mit «Verjüngungs-Effekt».

Freitagabend. Beim Empfang «Movie meets Media» im Hotel Ritz-Carlton taucht Ottfried Fischer auf, der Kabarettist ist zum ersten Mal auf dem Festival. «Das einzige, was eigentlich stört auf der Berlinale, sind die Filme», sagt er. Die Party in der VIP-Kantine Borchardt heißt «The Place To B». Veronica Ferres, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Til Schweiger und Klaus Wowereit sind da. Man kennt sich. Neben Mini-Schnitzeln kreisen vegetarische Häppchen über den Köpfen der Gäste. Schauspieler Armin Rohde erzählt am roten Teppich, dass er sich mit Minutenschlaf in der Limousine fit hält. Erkennt er eigentlich, wenn sich jemand mit Botox schöner spritzen lässt? Nein, sagt Rohde. «Ich staune immer wieder: Frauen sehen das sofort, ich sehe das überhaupt nicht.»

Samstagabend. Madonna hat im Club Soho House eine Hotelsuite gebucht. Sonst ist die Nachrichtenlage dürftig. «No press», keine Pressetermine, heißt es bei ihrer Verkaufsagentur. Ihren neuen Film stellt sie nur einem ausgewählten Fachkreis vor. Die Gerüchteküche brodelt. Wird sie tatsächlich bei der Party in einer alten Sparkasse aufkreuzen? Fehlanzeige. «Madonnas Knutsch-Nacht in Berlin» («B.Z.»/Montag) steigt im Club «Asphalt», wo die 52-Jährige mit Tänzer Brahim Zaibat (24) gesichtet wird. Die beiden werden, wenn die «Bild» richtig gezählt hat, von acht Bodyguards abgeschirmt.

Sonntagabend. Madonna ist abgereist. Wim Wenders schaut nach der Premiere seines 3D-Tanzfilms «Pina» beim Empfang in der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen vorbei. Es ist brechend voll, 1000 Gäste sind geladen, viele bekannte Gesichter sind darunter. Die Filmstiftung NRW feiert 20. Geburtstag. Es gibt Kölsch, Ziegenkäsepralinen, Kokoshähnchen und Cheddar-Kekse mit Avocadocreme. Regierungschefin Hannelore Kraft hat selten Zeit fürs Kino, sagt sie. «Ich muss leider vieles auf DVD sehen.» Den Wenders-Film will sie sich in einer Mitternachtsvorstellung angucken. Am Ausgang reichen die Hostessen Geschenketüten. Ein Haargel ist darin, darauf steht: «rock die Nacht».

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