(21.05.2012)
15.03.2011 16:20
Nürnberg - Sie kamen, um in Deutschland zu arbeiten, manche blieben für immer - mit 50 Jahren Zuwanderung von Türken nach Deutschland beschäftigt sich von diesem Donnerstag (17. März) an das 16. Filmfestival Türkei-Deutschland in Nürnberg.
Die meisten der 49 gezeigten Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme setzen sich mit Migranten-Schicksalen auseinander, wie Festivaldirektor Adil Kaya mitteilte. Heute leben rund 2,5 Millionen Türken in Deutschland. Im Festival-Beitrag «Wir sitzen im Süden» lassen Filmemacher etwa Türken zu Wort kommen, die in Deutschland ihre Kindheit verbracht haben, aber dort nicht mehr leben dürfen. Tuncel Kurtiz, eines der bekanntesten Gesichter des türkischen Kinos, porträtiert in dem Dokumentarfilm «E5 - die Gastarbeiterstraße», die Hauptverkehrsader der Migranten zwischen Deutschland und der türkischen Heimat. «In fremder Erde» dokumentiert das Sterben fernab der Türkei und begleitet einen Sarg auf der letzten Reise nach Istanbul.
Besonders der diesjährige Ehrenpreisträger, Fatih Akin, habe den interkulturellen Charakter Deutschlands deutlich gemacht, sagte Kaya. Akins Engagement schaffe eine «kulturelle Brücke» zwischen den beiden Ländern. Der heute 37-Jährige hatte 2004 für seinen Film «Gegen die Wand» zahlreiche Preise, darunter auch den Goldenen Bären, erhalten. Das Festival dauert bis zum 27. März.
| weitere meldungen |