(21.05.2012)
28.04.2011 12:12
Berlin - Oscar-Preisträger Christoph Waltz (54) findet, dass aus Österreich bessere Filme kommen als aus Deutschland. «Ich denke nicht, dass man das so pauschal sagen kann - aber ich tu's», so Waltz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa und anderen Medien in Berlin.
Der gebürtige Wiener verweist dabei auf die Mittel, die im mehr als 80 Millionen Einwohner zählenden Deutschland zur Verfügung stehen im Vergleich zum viel kleineren Österreich. Und fragt sich: «Wieso ist es so zäh hier?».
Es sei nicht so, dass Österreicher alle talentiert seien und Deutsche alle «damisch» (dämlich), sagte Waltz. Talente gebe es hierzulande proportional noch mehr.
In Berlin stellte Waltz die Bestselleradaption «Wasser für die Elefanten» vor, die an diesem Donnerstag in den Kinos anläuft. Er spielt darin einen Zirkusdirektor an der Seite von Reese Witherspoon und Robert Pattinson.
Auf die Bühne hat Waltz, der 2010 für «Inglourious Basterds» den Golden Globe und den Oscar als bester Nebendarsteller bekam, keine Lust. «Mir geht unglaublich auf die Nerven, dass Regisseure sich selbst wichtiger nehmen als das Stück, das sie sich vornehmen.» Waltz «hasst» Regietheater (Schlagwort für den modischen Umgang mit Stoffen). Sinnfrei nackt auf der Bühne zu stehen, ist demnach nichts für ihn. «Außer, der Autor hat es aus gutem Grund so veranlasst, dass es unausweichlich ist.»
Waltz wird demnächst in zwei weiteren Filmen zu sehen sein: In «Die drei Musketiere» (Regie: Paul W.S. Anderson) und in «Der Gott des Gemetzels» (Regie: Roman Polanski) nach dem Theaterstück von Yasmina Reza mit Jodie Foster und Kate Winslet. In der Komödie «Auf und Davon» übernimmt er selbst Regie.
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