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(21.05.2012)

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Spannende Tatsachen beim Dok.fest in München

03.05.2011 10:03

München - Das 26. Internationale Dokumentarfilmfestival in München zeigt von diesem Mittwoch (4. Mai) bis zum 11. Mai eine Auswahl spannender, eindringlicher und unterhaltsamer Filme. Sie befassen sich mit viel diskutierten Themen wie Atomkraft, sexuellem Missbrauch oder dem Elend von Flüchtlingen.

Dokumentarfilme sind längst kein Nischenprogramm mehr für ein interessiertes Spezialpublikum. Politische Streifen wie «Fahrenheit 9/11» von Michael Moore oder Luc Jaquets Naturdokumentation «Die Reise der Pinguine» lockten die Menschen scharenweise in die Kinos. Zuschauer schätzen Dokus, weil sie oft aktuelle Themen aufgreifen und das Gefühl vermitteln, mitten im tatsächlichen Geschehen zu sein und nicht nur in einer fiktiven Wirklichkeit.

Den Auftakt des Dok.festes macht an diesem Mittwoch der Eröffnungsfilm «Unter Kontrolle», der schon auf der Berlinale zu sehen war. Volker Sattler nimmt die Zuschauer darin mit in ein Atomkraftwerk und führt die Anfälligkeit der umstrittenen Technik vor Augen. Was passiert, wenn es zur Katastrophe kommt, zeigt der Vorfilm «Leonids Geschichte», das kurze Porträt einer Familie nach dem Gau von Tschernobyl.

Christoph Röhl greift am Sonntag (8. Mai) ein nicht minder brisantes Thema auf. «Und wir sind nicht die Einzigen» heißt sein Film über den Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule, der im März 2010 nach Jahrzehnten des Schweigens bekanntgeworden war. Das schwierige Schicksal von Flüchtlingen auf der Suche nach einem besseren Leben beschreiben mehrere Filme, darunter «Adrift: People of a Lesser God». Regisseur Dominique Christian Mollard begleitet darin Illegale auf ihrer gefährlichen Bootsfahrt von Mauretanien zu den Kanarischen Inseln. Heimatlos im eigenen Land sind dagegen fünf Waisenkinder aus China, die in der Langzeitdokumentation «Wild Grass» Zuneigung und endlich ein richtiges Zuhause suchen.

Doch der Dokumentarfilm kann auch vergnüglich unterhalten - wie «iThemba» zeigt, ein schwungvolles Porträt einer Band aus Zimbabwe. Und wer will, kann in «El Bulli - Cooking in Progress» dem spanischen Sternekoch Ferran Adriàn bei der Arbeit zusehen. Höhepunkt des Festivals ist am 10. Mai die Verleihung der Preise.

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