(21.05.2012)
15.06.2011 13:38
Berlin - Im amerikanischen Cleveland der 70er Jahre waren Bandenkriege eine explosive Angelegenheit. Vorzugsweise mit Autobomben wurden Meinungsverschiedenheiten mit einer gewissen Endgültigkeit geregelt.
In diesen bombigen Zeiten boxt sich ein Mann nach oben: Danny Greene (Ray Stevenson) heißt der Gangster, der sich nicht einschüchtern lässt und sogar den Kampf mit der Mafia aufnimmt.
Die wahre Geschichte des irischen Aufsteigers Danny Greene erzählt Jonathan Hensleigh («The Punisher») in seinem semi-dokumentarisch inszenierten rasanten Film «Bulletproof Gangster», der jetzt auf DVD erschienen ist.
Auch wenn Hollywood-Stars wie Val Kilmer (Cop) und Christopher Walken (Gangster) mitspielen, gehört die Leinwand einzig und allein Ray Stevenson, der mit seiner hünenhaften Gestalt Danny Greene perfekt verkörpert und nachdrücklich auf sich aufmerksam macht. An der Seite von Natalie Portman und Chris Hemsworth war der in Nordirland geborene Stevenson (47) zuletzt in Kenneth Branaghs Comic-Verfilmung «Thor» zu sehen.
Danny Greene bezeichnet sich selbst als Nachfahre eines keltischen Kriegers - und der geht ordentlich zur Sache: frei von Furcht und gnadenlos, ebenso sympathisch wie mörderisch. Ein Hauch von Unsterblichkeit umweht ihn: Als man vier Mal versucht hatte, ihn mit Bomben in die Luft zu jagen, sagt er nur: «Ich bin ein irischer Katholik mit der Gnade Gottes auf meinen Schultern.»
Der Gewalt begegnet Danny hin und wieder auch mit Nächstenliebe: Für eine Nachbarin zahlt er die ausstehende Miete, zu Thanksgiving verteilt er Truthähne. Wer ihn aber reizt, ihn hintergeht oder belügt, muss mit Fäusten, Kugeln oder einer Autobombe rechnen. Allein im Sommer 1976 explodierten 36 Stück.
Es knallt also ordentlich in dieser spannenden Mobster-Geschichte, die Aufstieg und Fall Danny Greenes spannend erzählt. Ein schöner Genre-Film in bester «Paten»-Tradition.
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