(21.05.2012)
23.06.2011 15:44
Moskau - Der Regisseur Christoph Stark tritt mit seinem Künstlerdrama «Tabu» als einziger Deutscher in diesem Jahr im Hauptwettbewerb des 33. Moskauer Internationalen Kinofestivals an.
Insgesamt werde die Jury unter Leitung der Schauspielerin Geraldine Chaplin bis 2. Juli 17 Filme aus unterschiedlichen Ländern bewerten, teilten die Organisatoren in Moskau mit. Festivalpräsident Nikita Michalkow lobte kurz vor Eröffnung am Donnerstag das große Interesse der internationalen Filmwelt an dem Kinoereignis.
So präsentiert etwa der deutsche Regisseur Werner Herzog (68) in einer Retrospektive selbst seine Filme wie «Woyzeck» von 1979 und andere. Der 1965 in Esslingen geborene Stark erzählt in seinem Wettbewerbsbeitrag «Tabu - Es ist die Seele ... ein Fremdes auf Erden» von der Liebe des Künstlers Georg Trakl zu seiner Schwester Grete. An den zehn Festivaltagen werden im Kinotheater Oktjabr und anderen Spielstätten tausende Cineasten erwartet. Nach Angaben der Organisatoren kamen im Vorjahr 128 000 Zuschauer.
Moskau gehört wie Berlin, Cannes oder Venedig zu den A-Festivals der internationalen Produzentenvereinigung FIAPF. Das vorwiegend vom Staat finanzierte Kinoereignis wurde 1959 gegründet, seit 2000 wird es jährlich organisiert. Kritiker beklagen aber immer wieder die verstaubte Atmosphäre und den Mangel an Glamour. Kulturminister Alexander Awdejew kritisierte zudem, dass es seit Jahren kein passendes Filmtheater für das Festival gebe. Die Aufteilung auf verschiedene Kinos in der Stadt - ohne ein repräsentatives Foyer - verursache immer wieder Unbequemlichkeiten.
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