||
||
||
||
Kinovorschau

zur aktuellen Kinovorschau...

Kinofilme Kino Charts

(21.05.2012)

Kino Schauspieler
Kino News - Aktuelle Kinonews

«Roller Girl»: Regiedebüt von Drew Barrymore

30.08.2011 07:33

Berlin - Besser geht's nicht: Vor drei Jahren eroberte Ellen Page als «Juno» Kinozuschauer und Hollywood im Sturm.

«Roller Girl»: Regiedebüt von Drew Barrymore

Drew Barrymore bei der Premiere ihres Regiedebüts «Roller Girl» in Los Angeles.

Die 1978 geborene Kanadierin spielte in dem herrlich schlagfertigen Independent-Drama die schwangere Minderjährige so überzeugend, authentisch und anrührend, dass sie neben anderen Preisen mit einer Oscar-Nominierung belohnt wurde.

Den Goldjungen für «Juno» heimste dann zwar Drehbuchautorin Diablo Cody ein, aber Page gilt seitdem als hoffnungsvoller Jungstar. Es folgten Rollen im Science-Fiction-Drama «Inception» mit Leonardo DiCaprio und dem Thriller «Peacock». In «Roller Girl», dem Regiedebüt von Hollywoodstar Drew Barrymore, spielt Page jetzt die siebzehnjährige Bliss Cavendar, ein sympathisches Mauerblümchen aus einem todlangweiligen Kaff in Texas.

Die arme Bliss jobbt in einem schäbigen Diner, erträgt stoisch die Ermahnungen ihrer ehrgeizigen Mutter (Marcia Gay Harden) sowie die Pöbeleien der Dorflümmel. Bei einem Ausflug in die Großstadt Austin kommt sie mit der cool-punkigen Rollerderby-Szene in Berührung, der Knoten platzt: Sie trainiert heimlich und aus der Landpomeranze wird fast über Nacht ein gefürchtetes Rollschuh-Girl mit dem Kampfnamen «Babe Ruthless». Wer dieser Amazone zu nahe kommt, wird gnadenlos aus der Bahn gekickt.

Schauspielerin Drew Barrymore hat einiges reingepackt in ihren ersten Spielfilm: «Roller Girl» ist eine Coming-of-Age-Geschichte, Sportfilm, Liebesromanze und tragikomisches Familiendrama. Da fällt es nicht immer leicht, den roten Handlungsfaden zu finden. Manchmal fliegt die Logik aus der Kurve. Und die Faszination, die der in den USA angeblich sehr populäre Kampfsport Rollerderby ausstrahlt, dürfte hierzulande nicht unbedingt nachvollziehbar sein.

Trotzdem überzeugt der mit fast zwei Stunden etwas zu lange Film mit starken Darstellern: Marcia Gay Harden und Daniel Stern überzeugen als liebevolles Elternpaar, die staunend erleben, wie ihr Töchterchen auf Rollschuhen ins richtige Leben hinausfährt. Juliette Lewis gibt die gut eingefahrene Gegenspielerin ab, und Drew Barrymore darf sich als «Smashley Simpson» ebenfalls auf der Rollerbahn austoben.

Für die zierliche Ellen Page war die Hauptrolle in diesem mitunter ruppigen Sportdrama eine echte Herausforderung: «Es war etwa so schlimm wie der erste Schultag. Ich war total panisch», erklärt sie im Presseheft über die Dreharbeiten in der Kampfarena. Sie hat sich tapfer geschlagen, auch wenn «Roller Girl» sicher kein ganz großer Film geworden ist. Auf den Werdegang von Ellen Page darf man weiterhin gespannt sein.

weitere meldungen