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Großes Staraufgebot beim Filmfestival in Venedig

04.09.2011 15:28

Venedig - Zahlreiche Stars haben am Wochenende beim 68. Internationalen Filmfestival in Venedig ihre neue Werke vorgestellt. Matt Damon und Gwyneth Paltrow zum Beispiel kamen für den Film «Contagion» von US-Regisseur Steven Soderbergh.

Großes Staraufgebot beim Filmfestival in Venedig

Hollywoodstars in Venedig: Matt Damon und Gwyneth Paltrow mit ihrer Kollegin Jennifer Ehle.

«James Bond»-Bösewicht Mathieu Amalric reiste für den französischen Wettbewerbsbeitrag «Poulet aux prunes» an, der in Deutschland geborene Michael Fassbender zeigte sich in «Shame» als vom Sex getriebene, verlorene Großstadtseele und Al Pacino stellte sich den Fragen zu seinem Film «Wilde Salome».

Pacinos Dokumentation ist eine Hommage an den irischen Autor Oscar Wilde und dessen Theaterstück «Salome». So zeigt das Werk außer Konkurrenz den Schauspieler bei Proben zu eben diesem Stück und folgt ihm gleichzeitig, wie er Wildes Leben nachspürt. «Ich wollte eine Collage machen und verschiedenen Dinge zusammenfügen», erklärte der 71-Jährige am Sonntag. Dabei habe er auch zeigen wollen, welche Schwierigkeiten Wilde gehabt habe - so wie er selbst beim Dreh.

Dokumentarische Ansätze gab es außerdem in dem Wettbewerbsbeitrag «Contagion» (Seuche), wo Steven Soderbergh ein realistisch anmutendes Szenario entwirft: Ein leicht übertragbares Virus tötet innerhalb kürzester Zeit weltweit viele Menschen. Der Macher von Filmen wie «Erin Brockovich» und «Ocean's Eleven» zeigt jedoch keine zusammenbrechenden Gesellschaften. Stattdessen stellt er den Wettlauf gegen die Zeit nüchterner dar als man es aus anderen Filmen zu einem ähnlichen Thema kennt.

Matt Damon spielt einen Familienvater, dessen Ehefrau (Gwyneth Paltrow) das erste Todesopfer in den USA wird. Kate Winslet gibt eine Medizinerin, die das Virus erforschen will; Jude Law einen investigativen Journalisten und Marion Cotillard eine Mitarbeiterin der Weltgesundheitsorganisation.

In viel märchenhafteren Bildern erzählt die aus dem Iran stammende Marjane Satrapi zusammen mit Vincent Paronnaud die Geschichte von «Poulet aux prunes». Der Film spielt Ende der 1950er Jahre in Teheran und handelt neben einem unglücklichen Musiker (Almaric) auch noch von der politischen Entwicklung des Landes - kunstvoll inszeniert, humorvoll und tragisch zugleich.

Auch Michael Fassbender («Inglourious Basterds») könnte Chancen auf einen der Preise des Festivals haben. Der in Deutschland geborene Schauspieler gibt in dem Film «Shame» von Steve McQueen einen Mann, der ständig auf der Suche nach einem neuen Sexpartner ist. Doch als seine Schwester ihn besuchen kommt, wird Brandon mit der Leere seines Lebens konfrontiert. Für seine Darstellung des zerrissenen Charakters auf der Suche nach seinem Glück wurde Fassbender am Sonntag bereits frenetisch von den Kritikern gefeiert.

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