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Kenneth Branaghs Action-Spektakel «Thor» auf DVD

27.09.2011 12:13

Berlin - Als Shakespeare-Interpret wurde er weltberühmt, doch dann wagte er sich an die Verfilmung eines Comic-Klassikers: Kenneth Branaghs «Thor» ist nicht nur ein optisches Erlebnis und ein 3D-Action-Spektakel, sondern auch hochkarätig besetzt.

Kenneth Branaghs Action-Spektakel «Thor» auf DVD

Thor und sein Hammer. (Bild: Mark Fellman/Marvel Studios)

Neben den Oscar-Preisträgern Anthony Hopkins und Natalie Portman spielt Chris Hemsworth die Hauptrolle als Gott, der auf die Erde fiel. Die Tonspur auf der DVD wird den Actionszenen gerecht - es kracht und wummert an den richtigen Stellen. Auch der Audiokommentar von Branagh lohnt sich, erklärt er doch einiges zum Entstehen der einzelnen Szenen, zum Hintergrund und zum Dreh des Films. Viel mehr Extras bietet die DVD dann aber nicht.

Branaghs Wahl, einen Comic-Klassiker zu verfilmen, mag auf dem ersten Blick überraschend sein. Im dpa-Interview erläuterte er aber die Nähe Thors zu Shakespeare. «Die zentrale Geschichte in "Thor" handelt von einem Prinzen und davon, ob er einen guten König abgeben wird oder nicht. Das weckt Erinnerungen an Henry V.. Die Frage nach der Thronfolge stellt sich auch in Hamlet. Außerdem bedienen sich sowohl Shakespeare als auch Stan Lee in den Marvel Comics alter Mythen anderer Völker. Shakespeare hat die Griechen und die Römer benutzt, Stan Lee die nordischen Mythen. Die beiden haben gute Vorlagen für ihre Geschichten erkannt. In diesem Fall geht es um den jungen, vielleicht arroganten Helden, der demütig werden und sich das Recht, aus dem Exil nach Hause zurückzukehren, erst verdienen muss.»

Der junge, überhebliche und hitzköpfige Donnergott Thor (Chris Hemsworth) wird von seinem Vater Odin (Anthony Hopkins) als Erziehungsmaßnahme aus dem sagenumwobenen Königreich Asgard ausgerechnet nach New Mexico verbannt, nachdem er tollkühn - und vor allem ohne Absprache - einen Krieg mit den Feinden von Asgard angezettelt hat. Nach einem Schwächeanfall seines Vaters übernimmt Thors Bruder Loki (Tom Hiddleston) die Macht in Asgard - mit ungeahnten Folgen.

Ohne Superkräfte aber immer noch deutlich stärker als der Durchschnittsmensch kämpft Thor derweil auf der Erde mit den Tücken des Alltags und verliebt sich in die junge Wissenschaftlerin Jane (Natalie Portman), die ihn eigentlich als Naturphänomen erforschen will, den jungen Gott dann aber auch schnell ziemlich anziehend findet.

Für Kenneth Branagh ist der Film vor allem auch eine großartige Metapher für Männer - und auch Frauen -, die erwachsen werden. «Es ist allerdings eine besonders männliche Geschichte, weil es auch darum geht, wie Thor sein Testosteron im Griff hat und wie er die Dinge bewältigt, die Männer eben bewältigen müssen. Mir hat außerdem gefallen, dass Thor auf die Erde verbannt wird. Daran kann man sehr viel aufhängen - komische wie tragische Elemente und auch Romantik. Der Film hat mir die Möglichkeit gegeben, tolle Schauspieler zu casten und ihnen tolle Rollen zu geben - und das in einer Größenordnung, die ich sehr anziehend fand», sagte Branagh.

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