(21.05.2012)
29.09.2011 16:27
Berlin - Sam Riley (31) hat alles richtig gemacht: Der Star aus dem Joy-Division-Biopic «Control» (2007) ist nicht nur mit der wunderbaren Alexandra Maria Lara verheiratet, er wählt auch seine Filmrollen mit großem Bedacht aus.
Nicht selten verkörpert er dabei Außenseiter und Antihelden, so auch in dem romantisch-düsterer Gangsterfilm «Brighton Rock», eine Adaption der gleichnamigen Buchvorlage von Graham Greene, die jetzt auf DVD/Blue-ray erschienen ist.
Den alles durchdringenden Blick von Sam Riley wird man so schnell nicht wieder los. In seinem Regiedebüt erzählt Rowan Joffe, der sich bisher vor allem durch seine Bücher zu Filmen wie «The American» hervorgetan hat, vom Aufstieg und Fall eines Kleinganoven. Riley agiert zusammen mit einer Riege an tollen Darstellern: Newcomerin Andrea Riseborough ist genauso mit von der Partie wie Helen Mirren («The Queen») und John Hurt («Alien»).
Das britische Seebad Brighton erweist sich als überraschend trubeliges Setting: Die frühen 1960er Jahre, Jugendkulturen wie die der Mods und Rocker treffen aufeinander, und auch in der Unterwelt ist einiges los. Vom Ehrgeiz getrieben geht Nachwuchsgangster Pinkie Brown (Riley) eines Nachts den entscheidenden Schritt zu weit: Unter einer Landungsbrücke bringt er einen Handlanger des berüchtigten Gangsterchefs Colleoni zur Strecke. Ein belastendes Foto taucht auf und es gibt eine Zeugin: die naive, dabei herzensgute Kellnerin Rose (Riseborough). Nicht nur, dass Pinkie sich nun daran macht, Roses Vertrauen zu gewinnen, zwischen beiden entspinnt sich auch eine verhängnisvolle Love Story.
Sam Riley und Andrea Riseborough geben ein seltsames Paar ab in diesem Film. Hier die schüchterne, mit Schulmädchencharme und wenig adretter Brille ausgestattete Rose, dort der vor kaum etwas zurückschreckende Pinkie, der ihr schließlich gar einen Antrag macht: Als Ehefrau muss Rose nicht gegen ihren Mann aussagen. Beide Rollen aber sind perfekt besetzt: Rileys Pinkie ist so enigmatisch wie zerrissen, während sich Riseborough ohnehin anschickt, vom Geheimtipp zum Star zu avancieren.
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