(21.05.2012)
02.12.2011 15:52
Berlin - Der britische Regisseur Mike Leigh («Nackt», «Lügen und Geheimnisse») wird Jury-Präsident der 62. Berlinale. Leigh habe sich in seiner knapp 40-jährigen Karriere als einer der herausragendsten Filmemacher des Autorenkinos profiliert, teilte das Festival mit.
Der Regisseur wird bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin (9.-19. Februar 2012) die Jury leiten, die über den Goldenen und die Silbernen Bären des Wettbewerbs entscheidet. Leighs Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und waren mehrfach im Oscar-Rennen. Für die Charakterstudie «Vera Drake» gewann er 2004 den Goldenen Löwen in Venedig. «Leigh zeigt wirklichkeitsnahe, ungeschminkte und dennoch humorvolle Portraits der britischen Gesellschaft», hob die Berlinale hervor.
Dort war der Brite schon mehrfach vertreten, so 2008 im Wettbewerb mit der Sozialkomödie «Happy-Go-Lucky». Hauptdarstellerin Sally Hawkins bekam dafür den Silbernen Bären als beste Darstellerin. Die Ehepaar-Geschichte «Another Year» lief 2010 im Wettbewerb von Cannes.
Leighs Werk umfasst mehr als 20 Filme. Zudem habe er sich als Theaterregisseur, Dramatiker und Drehbuchautor einen Namen gemacht, unterstreicht das Festival. Leigh arbeitet viel mit Improvisationen, auch bei seinen Theaterinszenierungen. Sein aktuelles Bühnenstück heißt «Grief» (Trauer).
Sein Debüt als Kinoregisseur feierte Leigh 1972 mit «Freudlose Augenblicke», der ihm beim Festival in Locarno den Goldenen Leoparden bescherte. Leigh gehört neben Stephen Frears und Ken Loach zu den Protagonisten des «New British Cinema», des neuen britischen Kinos.
Jury-Präsidenten der Berlinale waren bereits Filmgrößen wie Isabella Rossellini, Werner Herzog und Tilda Swinton.
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